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04.12.2012 Bundeswehr-Patenkompanie 5./PpiBtl4 aufgelöst

Beim Jahresabschlussappell des Panzerpionierbataillons 4 der Graf-Aswin-Kaserne in Bogen wurde aufgrund der Umstrukturierung der Bundeswehr mit Wegfall der Wehrpflicht auch Hunderdorfs Patenkompanie, die 5. Kompanie, die Ausbildungs- und Unterstützungskompanie, außer Dienst gestellt und damit auch die Patenschaft aufgelöst. Die Gemeinde Hunderdorf war dabei mit Bürgermeister Hans Hornberger, 2. Bürgermeister Jürgen Tanne, den Gemeinderäten Landstorfer, Reiner und Scherz, Verwaltungsleiter a. D. Xaver Kern und einer kleinen Abordnung der KuSK Hunderdorf vertreten.
Auflösung Patenkompanie
Im Beisein des Kommandeurs Oberstleutnant Andreas Heselschwerdt (links) übergab der Kompaniechef der 5. Kompanie, Hauptmann Tobias Kloiber (2. von rechts) die Auflösungsurkunde an Bürgermeister Hans Hornberger. Rechts im Bild Kompanietruppführer Hauptfeldwebel Reinhard Fesl. (Foto: ma)

Zunächst ließ der Kommandeur des Panzerpionierbataillons 4, Oberstleutnant Andreas Heselschwerdt, beim Jahresabschlussappell das Jahr 2012 Revue passieren. „ Für uns geht ein anstrengendes und forderndes Jahr zu Ende, bei dem wir kaum Zeit zum Durchatmen hatten. Unser Personal und Material war ständig in ganz Deutschland und im Ausland unterwegs". Im Mittelpunkt des Appells stand sodann die Außerdienststellung der 5. Kompanie, die seit 2009 eine Patenschaft mit der Gemeinde Hunderdorf unterhalten hat. Der Appell wurde vom Musikverein Hunderdorf unter Leitung von Lothar Klein umrahmt.

Zu Beginn seiner Rede brachte der Kommandeur seine Freude über das besondere Verhältnis zu den Patengemeinden und den Patenschaften zum US Fires Squadron 2nd Stryker Cavalery Regiment aus Vilseck und dem 3. österreichischen Pionierbataillon aus Melk, die mit 130 Soldaten angetreten waren, zum Ausdruck. "Bevor wir nun einige Kameraden auszeichnen, verabschieden und gemeinsam auf ein ereignisreiches Jahr zurückzublicken, lassen Sie uns zunächst einen kurzen Moment innehalten, um im Einsatz verstorbenen und verletzten Kameraden und deren Familien zu gedenken", bat der Kommandeur die angetretene Formation und anwesenden Gäste.
"Leider müssen wir aber heute auch unsere 5. Kompanie außer Dienst stellen, die im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr nicht mehr vorgesehen ist", gab Heselschwerdt etwas wehmütig bekannt.  Er dankte abschließend für die Jahre, in denen die Patenschaft zwischen der Gemeinde und der 5. Kompanie bestanden und mit Leben erfüllt wurde.

 

„Die Gemeinde Hunderdorf fühlte sich seit der Begründung der Patenschaft mit der 5. Kompanie am 25.04.2009 mit der Bundeswehr, den Soldatinnen und Soldaten und ihren friedenssichernden Dienst in einigen Krisenherden noch besser verbunden", führte Bürgermeister Hans Hornberger für die Patengemeinde aus und konstatierte: „Wir alle sind uns in kameradschaftliche Verbundenheit  stets offen und freundschaftlich begegnet". Das zeigte sich in der gelebten Partnerschaft, bei den gegenseitigen Besuchen bei verschiedenen Anlässen und Festlichkeiten und gerade auch bei den Ansprachen der Kompaniechefs beim Gedenken am Volkstrauertag am Ehrenmal. Unsere Gedanken war auch bei unserer Patenkompanie, als ein Zug unter der Führung von Hauptfeldwebel Roland Weiß im Kosovo für ein halbes Jahr im Einsatz war und sie in Verbundenheit unser Ortsschild begleitete.  Man sei froh gewesen, dass alle wieder gesund zurückkehren konnten.

Der Gemeindechef ließ unterstrich, „dass wie uns sehr wir um diese Patenschaft mit der 5. Kompanie  bemüht haben" und betonte fortfahrend: "Von den Gemeindeverantwortlichen und in unserer Bevölkerung hat das Verständnis für die Belange der Soldatinnen und Soldaten und aller ihrer Dienststellen, die zur Einsatzbereitschaft unerlässlich sind, und die soziale Akzeptanz stets einen hohen Stellenwert. In erster Linie ist jeder Soldat auch Mensch und Mitglied unserer Gesellschaft."

 

Diese soziale Akzeptanz, die leider gerade in den Großstädten in mir unverständlicherweise meist nicht mehr so groß gegeben ist,  ist ein Wert an sich, der letztlich unseren Streitkräften und all ihren Angehörigen zugutekommt. Wo Soldatinnen und Soldaten willkommen sind, wo sie ein Klima und eine Gesellschaft vorfinden, in denen sie sich verstanden und angenommen fühlen können.

So war auch Wehmut des Bürgermeisters am Platz, als das Gemeindeoberhaupt die Auflösungsurkunde entgegennahm und dazu wünschte, dass es  der Bundeswehr und allen persönlich gelingen möge, die Herausforderungen dieser Zeit anzunehmen und zu bewältigen „im Dienst für den Frieden für uns alle".

 

Blaskapelle Hunderdorf beim Festakt

 

Festgäste Patenschaftauflösung

 

Appellplatz Bundeswehr

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