Vorgezogen zum Volkstrauertag gedachte am Samstagabend die Pfarrei und die politische Gemeinde der Gefallenen, der Verschollenen und der Vermissten der beiden Weltkriege, aber auch der Gewalt- und Kriegsopfer dieser Tage, vor dem Kriegerdenkmal.
Nach der Gedenkfeier am Steinburger Kriegerdenkmal nahmen Bürgermeister, Gemeinderäte, der Krieger- und Soldatenkameradschaft, der VdK-Ortsverband und die vier Ortsfeuerwehren, Au vorm Wald, Gaishausen, Hunderdorf und Steinburg und Pfarrangehörige Aufstellung am Ehrenmal in der Kirchgasse.
Pfarrer Pater Antony rief Allen in seinem Gedenken am Kriegerdenkmal und anschließend in seiner Predigt in der Pfarrkirche in Erinnerung: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, er muss immer wieder neu erarbeitet, geschützt und gelebt werden. Der Volkstrauertag ist ein Tag des Gedenkens und Innehaltens, ein Tag der Versöhnung und Verständigung, eine Brücke in eine gemeinsame, friedliche Zukunft. Zum Zitat von Mahatma Gandhi: „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt“ stellte Pater Antony fest, dass dies ein bitterer, aber wahrer Satz sei. Denn wir sehen, wie sich Gewalt, Hass, Krieg und Terror immer wiederholen. Der Volkstrauertag mahnt uns: Krieg ist kein Schicksal – Krieg ist das Versagen des Menschen. Er ruft uns auf, Verantwortung zu übernehmen, für den Frieden für die Menschlichkeit, für die Zukunft. Jeder von uns kann ein Friedenstifter sein, dort wo er lebt – mit kleinen Gesten der Güte, der Versöhnung und der Liebe, so der Geistliche.
Erster Bürgermeister Max Höcherl hob hervor, dass der Volkstrauertag insbesondere ein Tag der Stille, ein Tag des Erinnerns und ein Tag der Verantwortung sei. Er ist kein Tag, an dem wir nur in die Vergangenheit blicken. Er richtet unseren Blick auch in die Gegenwart und in die Zukunft. Er ist Erinnerung, dass Frieden, Freiheit und Menschlichkeit nicht selbstverständlich sind. So mahnte das Gemeindeoberhaupt: „Wir in Hunderdorf leben in Frieden, in Sicherheit und in Freiheit – und das ist ein großes Geschenk. Doch dieses Geschenk verpflichtet uns. Frieden beginnt im Kleinen: in der Art, wie wir miteinander umgehen, wie wir über andere sprechen, wie wir Verantwortung füreinander übernehmen. Frieden entsteht dort, wo Menschen zuhören, Verständnis zeigen und Brücken bauen, statt Gräben zu vertiefen.“
In stillem Gedenken an die Gefallenen und Vermissten, an die Opfer von Gewalt und Terror, an die Vertriebenen und Leidtragenden jeder Form von Krieg, legte Bürgermeister Höcherl im Namen der Gemeinde und der Krieger- und Soldatenkameradschaft einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder. Er rief dazu auf: „Möge unser heutiges Erinnern ein Zeichen sein, für Mitgefühl, für Versöhnung und für die Verpflichtung den Frieden zu bewahren“.
Die Bogenbachtaler Böllerschützen erinnerten mit drei Böllerschüssen symbolisch an die schrecklichen Kriegsereignisse. Mit dem Lied „Der gute Kamerad“ und der deutschen Nationalhymne, intoniert von der Blaskapelle Hunderdorf unter ihrem musikalischen Leiter Lothar Klein, fand der Gedenktag einen seiner Bedeutung angemessenen würdigen Abschluss.














