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Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf  |  E-Mail: info@hunderdorf.de  |  Online: http://www.hunderdorf.de

07.10.2010

Aus dem Gemeinderat

Bekommt Hunderdorf ein zentrales Biomasseheizwerk? Auf diese Frage gab es in der kürzlich stattgefundenen Sitzung des Gemeinderates noch keine schlüssige Antwort, als Dipl. Ing. Bernhard Pex von C.A.R.M.E.N. (Straubing) die Kurzanalyse Biomasse-Wärmeversorgung Hunderdorf vorstellte. Nach Erörterung der Sachlage beschloss der Gemeinderat die Entscheidung über die Einleitung der weitergehenden Machbarkeitsstudie zunächst zu vertagen. Der Bürgermeister wurde beauftragt, vorhergehend die Grundstücksfrage für einen möglichen Standort eines Biomasse-Heizwerks zu erkunden, ggf. auch in Verbindung mit einem eigenständigen Betreiber.

 

Wie Bürgermeister Hans Hornberger eingangs betonte, sei der Gemeinderat an einer zentralen effizienten Biomasseheizung für die öffentl. Gebäude interessiert. Bernhard Pex stellte sodann die entsprechenden Datengrundlagen der verschiedenen Varianten-Untersuchungen der öffentlichen Gebäude wie Rathaus, Grundschule, Haupt- und Mittelschule, Arzthaus, Pfarrhaus, Kindergarten, Bauhof und Wertstoffhof vor. Dargestellt wurden vier Varianten im Vergleich Biomasse – fossile Brennstoffe. Herr Pex führte aus, dass 80 bis 90 Prozent der Heizenergie durch Biomasse abgedeckt werden könnte. Dazu würden rund 1.000 Schüttraummeter Hackschnitzel benötigt. Die Spitzenlast wäre mit einem fossilen Brennwertkessel abzudecken. Dies wurde im Rahmen des Datenblattes mit der Jahresdauerlinie und des bestimmten Wärmeleistungsniveaus innerhalb eines Jahres anschaulich dargestellt. Den Berechnungen liegt beispielsweise in einer Variante der durchschnittliche Jahresenergiebedarf der aufgeführten Gebäude bei 743 MWh/a/Jahr und der Leistungsbedarf bei ca. 650 kW. „Es zeigt sich, dass die Wirtschaftlichkeit annähernd kostenneutral ist bei den Wärmegestehungskosten, wobei mögliche Förderungen nicht berücksichtigt sind“, bilanzierte der Referent. Die jährlichen Wärmeerzeugungskosten könnten jedoch langfristig eine Kosteneinsparung ergeben, wobei zudem auch die jährliche CO²-Einsparung positiv zu sehen sei. Pex empfahl abschließend der Gemeinde, mit der Erstellung einer vertieften Machbarkeitsstudie, die über C.A.R.M.E.N. gefördert wird, ein Ingenieurbüro zu beauftragen. Es sollte auch eine Preismarktschau durchgeführt werden. Danach sind die Entscheidungsgrundlagen schlüssig, so der Redner.

 

Sodann informierte Bürgermeister Hans Hornberger über eine Anfrage der Evangelischen Kirchengemeinde zur finanziellen Beteiligung der Gemeinde an den Kosten der Stützmauer in Höhe der Friedenskirche. Seitens des Gemeinderates wurde grundsätzlich eine Kostenbeteiligung an einer kostengünstigen Instandsetzung zugesichert, nachdem der Bereich derzeitig auch als Wendeplatz an der öffentl. Erschließungsstraße dient. Über die Höhe der Kostenbeteiligung wird nach Vorliegen entsprechender Kostenanschläge entschieden. Die Instandsetzung des Nolteweges und eines Teilbereiches der Ortsstraße in Au vorm Wald wird noch heuer angegangen. Ingenieur Josef Steinbauer vom KEB-Planungsbüro erläuterte zunächst dem Ratsgremium das Ergebnis der öffentlichen Ausschreibung und die Kostenschätzung und erläuterte die Mehrkosten. Der Gemeinderat entschied, dem Bauunternehmen Ohneis als wirtschaftlichster Angebotssteller den Auftrag zu erteilen bei einer Gesamtauftragssumme von rund 326.000 Euro zu erteilen.

 

Dem Gemeinderat lagen mit der Sitzungseinladung die Entwürfe der Bibliothekssatzung und der Satzung über die Erhebung von Gebühren für die neu ausgestattete Gemeindebibliothek vor. Der Gemeinderat beschloss einmütig den Erlass der beiden Satzungen. Entschieden wurde vom Gemeinderat, das beschlossene Verfahren zur Erweiterung der Außenbereichssatzung Lintach einzustellen. Mit der Satzungsneufassung sollte insbesondere ein Teilbereich der Flurnummer 497/4 in das bestehende Außenbereichsgebiet einbezogen und damit Baurecht geschaffen werden. Der Gemeinderat sah sich einerseits mit Anliegerbedenken wegen der weitergehenden unangemessenen „Siedlungsausweitung“ reiner Landwirtschaftsflächen konfrontiert, anderseits lagen Forderungen nach weitergehender Gebietsausweitung vor.

 

Bürgermeister Hans Hornberger gab ferner den Termin für die Bürgerversammlung am 12. November im Gasthaus Gierl sowie für das Bundeswehrgelöbnis am 18. November bekannt. Zudem verwies er auf ordnungswidrige Abfallablagerungen, wobei die Bevölkerung entsprechende Personenbeobachtungen der Verwaltung mitteilen sollte. Geschäftsleiter Xaver Kern informierte über den neuen Personalausweis (Gebühr 28,80 Euro) ab 1. November, der eine Bearbeitungszeit von gut 20 Minuten bei der Antragstellung erfordere. Freiwillig kann der Antragsteller zusätzlich drei Identitätsmerkmale (Identitätsnachweis, digitale Unterschrift und Fingerabdruck) speichern lassen.

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